Ohne Worte
   
Dank ClipArt von Microsoft muss man nicht lesen können,
um zu verstehen, worum es auf dieser Internetpräsenz geht.
Wie Schimmel entstehen
Ein Schimmel wird immer dunkelhaarig geboren (als Fuchs, Rappe oder Brauner) und
verliert im Laufe der Jahre immer mehr die Farbpigmente in Fell und Langhaar.
Irgendwann werden alle Schimmel "weiß" - wobei sie nur so wirken, da das an sich
farblose Haar nur das Licht reflektiert. Schimmel ist also keine Farbe wie
Fuchs, Rappe oder Brauner, sondern eine Farbveränderung, die mit dem Verlust der
Farbpigmente in den Haaren einhergeht. Die Farbe in Iris (Auge) und Hufe bleibt
jedoch erhalten.
Schimmel haben immer graue Haut. Hat ein weißes Pferd am Körper rosa Haut, dann
handelt es sich um keinen Schimmel, sondern um einen maximalen Schecken, oder
ein zweifach durch das Creme-Gen aufgehelltes Pferd.
Die Schimmelung entsteht durch das Gen G (gray), dass sich dominant über ALLE
anderen Farbgene vererbt. Sobald ein Pferd also (egal wie die anderen Gene
angelegt sind) das Gen G dominant in sich trägt (GG oder Gg) ist es nach außen
hin ein Schimmel. Pferde, die keine Schimmel sind, haben daher das Gen G immer
in der Form gg in ihrem Genpool. Aus zwei Nicht-Schimmeln kann nie ein Schimmel
entstehen! Will man einen Schimmel züchten muss also mindestens 1 Elternteil
auch ein Schimmel sein!
In der Zeit der Ausschimmelung unterscheiden sich Schimmel durch ihre Färbung.
So spricht man in dieser Zeit von Braunschimmeln, Rappschimmeln, Fuchsschimmeln,
Apfelschimmeln und Grauschimmeln.
Beim "fertigen" Schimmel unterscheidet man folgende Färbungen: Atlasschimmel
(vollkommen weiß), Fliegenschimmel (kleine schwarze Tupfen im Fell) und
Rosenschimmel (kleine rote Tupfen im Fell).
Die Schimmelfarbe vererbt sich dominant-rezessiv nach den Regeln der Mendelschen
Gesetze, was in den Skizzen weiter unten schematisch dargestellt ist.
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Apfelschimmel aus der freien Enzyklopädie
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Der Apfelschimmel
Es war einmal ein Apfelschimmel,
der war so weiß, dass man ihn gar nicht sah.
Eines Tages stand dieser Schimmel an einem Apfelbaum
und rieb sich den Hals an seinem Stamm.
Der Apfelbaum wurde fast verrückt;
denn er sah niemanden, der sich an ihm rieb,
und fühlte doch, dass es so war.
Und er begann seinen Verstand zu verlieren
und seine Äpfel dazu.
Der Schimmel aber erschrak so sehr
über die plötzlich herabregnenden Äpfel,
dass er eine Hautkrankheit bekam,
welche die Äpfel nachahmte.
Seitdem gibt es Apfelschimmel.
Christian Morgenstern
Wogegen auch wir nicht helfen können:
Amtsschimmel
Amtsschimmel ist eine jüngere Wortschöpfung des 19. Jahrhunderts. Der
Wortbestandteil "Schimmel" hat nichts mit verschimmelten Akten, weißen Pferden
oder berittenen Boten gemeinsam, sondern ist von einem in der österreichischen
Monarchie gebräuchlichen Musterentscheid, der "Simile" hieß (von lat. simile =
ähnlich), abgeleitet worden. Mit Hilfe dieses Standard-Vordrucks ließen sich
ähnlich lautende Anliegen schematisch und zügiger erledigen. Der Begriff wird
kritisch für ein Übermaß an Bürokratie verwandt. (Definition: wikipedia).
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Amtsschimmel aus der freien Enzyklopädie
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Womit wir uns weniger befassen
Ein Schimmel ist ein Pferd, das im Gegensatz zu einem Albino immer
dunkelhaarig geboren wird und keine roten Augen hat, und immer weißhaariger
wird: ein Blauschimmel hat gleichmäßig dunkle und weiße Haare, ein Apfelschimmel
die dunkleren in (Halb-)Kreisen. Ein weißer Schimmel ist ein 'volljähriger'
Schimmel. Je nach dem ob und in welchem Umfang Haare der Ursprungsfarbe sichtbar
sind, unterscheidet man zusätzlich Fuchsschimmel, Braunschimmel und
Rappschimmel. Die Schimmelfarbe vererbt sich dominant nach den Regeln der
Mendelschen Gesetze; das bedeutet, wenn mindestens ein Elternteil ein
reinerbiger Schimmel ist, ist das Fohlen ebenfalls ein Schimmel. Bestimmte
Rassen, wie Lipizzaner und Andalusier sind hauptsächlich Schimmel.
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Schimmel aus der freien Enzyklopädie
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Schimmel-Krieg in der Wohnung
In der Zeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ ist von
Elisabeth Höfl-Hielscher, München, eine nette „Geschichte“ abgedruckt, die wir
Ihnen nicht vorenthalten wollen. Aus WM 10/1988, S.
340:
„Grüß Sie Gott, ich komme von der Hausverwaltung. Sie haben sich
über Schimmel an der Wand beschwert? So, so, bloß im Kinderzimmer . . . Und im
Schlafzimmer, aha! Und im Bad, so, so! . . . – Ja Sie, der Schrank da ist doch
offensichtlich direkt an der Wand gestanden! Seit Jahren! Wo soll die denn da
eine Luft herhaben zum Atmen? . . . Was? – Das ist doch einfach: Vorrücken halt!
Abstand halten! Auf der Autobahn geht`s doch auch, haha. . . ! Wie bitte? Die
Betten können S` nicht mitten ins Zimmer stellen . . . Ja, wer verlangt denn
das? Aber bittschön, die Fenster aufmachen, das werden S` doch können! . . .
Grad dann, wenn es kalt ist und regnet. Dann erst recht! . . . Das sieht doch
der Dümmste ein: Wenn`s draußen kälter ist wie drinnen, schlägt sich Ihr Atem
überall an der Wand und den Fensterscheiben nieder! . . . Ja, was seh` ich denn
da, Frau? Sie haben ja Pflanzen! Und solche großen! Und . . . ja so was, das
sind ja Wellensittiche! . . . So ein Leichtsinn! . . . Wo Sie schon zu dritt da
wohnen! Dann zählen S` doch einmal zusammen, wie viele da atmen! . . . Sie, die
müssen weg! Und dann: Lüften, lüften, lüften! Und: Heizen, heizen, heizen! Dann
sind Sie gleich saniert, sag` ich Ihnen!
. . . um Gottes Willen, was sollen denn die Bücherregale über der Heizung! . . .
Wie soll denn da die Luft da zirkulieren, sagen S` mir das einmal! . . . Ja,
wenn Sie Bücher unbedingt auf der Wetterseite stehen haben müssen, dann brauchen
S` Ihnen über nix zu wundern, gelt?!
Wie bitte? Bevor die Häuser mit Wärmedämmplatte und Thermofenster renoviert
worden sind, war alles in Ordnung? Ha, da sieht man wieder den Unverstand der
Weiberleut` - als ob wir vorher keine Beschwerden gehabt hätten wegen dem
Schimmel, Sie! . . . Solche Leute, die wo ein falsches Wohnverhalten aufweisen,
die gibt`s immer! Gelt?
Was? Mietminderung? Sie, das schminken S` Ihnen fei ab, Frau! Das bisserl Grau
bei Ihnen ist bloß ein Schönheitsfehler. Da fehlt sich nichts wie ein wengerl
Sprühen! . . . So was! Was hätten denn nachher wir sagen sollen? Bei uns war
der Schimmel sooo dick, schaugn S` nur her! Einer Sau hat`s gegraust, sagt meine
Frau . . . Wie bitte? Freilich sind wir gesund, und wie! Was meinen S` denn,
bei der guten Luft, die wir jetzt haben – seitdem wir umgezogen sind . . .“
Elisabeth Höfl-Hielscher, München
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